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Mittwoch, Dezember 21, 2011

15.12.2011 - dia de mudanças

Bis zum 15.12.2011 haben sich so ziemlich alle meine guten Freunde verabschiedet. Sá flog bereits am 13.12.2011 zu ihrer Familie in Paraná nach Hause. Andressa verabschiedete sich ebenfalls am 14.12.2011, und am 15.12.2011 flogen Jessie, Orsi und Gavin zurück in ihre Heimat. Leicht verlassen gefühlt zogen ich und Rosio am selben Tag nach Lagoa, um unsere letzten paar Tage richtig zu nutzen. Bereits jetzt hat es sich deutlich ausgezahlt. Es ist wirklich einfach zum Strand zu gelangen, abgesehen davon ist das WG-Leben hier doch etwas gechillter. Gemeinsames Kochen, Grillen und Unternehmungen sind hier Tagesordnung. Am 16.12. machten wir am Abend ein Churrasco (=Grillerei) wo wir unter anderem Kaktus grillten. Laut Rosio ist dies eine Mahlzeit die in Mexiko sehr beliebt ist. Ich muss sagen, dass ich von dem gegrillten Kaktus nicht vom Hocker gerissen wurde.

Kaktusgrillerei
Am nächsten Tag, dem 17.12.2011, fuhren wir nach Costa de Lagoa um dort einem Capoeira-Training von meinem Freund Klaus beizuwohnen. Costa de Lagoa ist eine kleine Ortschaft an der Küste der Lagoa, wo es keine Autos gibt. Dorthin kommt man entweder mittels Boot, oder nach einer halbstündigen "Trilha" durch den Wald. Bei der Bootsfahrt gibt es, so wie überall hier auf der Insel, Touristenpreise und Anrainerpreise. Da wir uns dessen nicht bewusst waren, bezahlten wir zuerst 5 Real. Als wir jedoch zurückfuhren, hatten wir schon 2,10Real in der Hand, legten das Geld hin und gingen somit als Anrainer durch. Man muss nur wissen wie...
(links:) Klaus (rechts, oben:) Stefano(itlaienisch WG-Kollege) (rechts unten:) Rosio, Aurélien (franz. WG-Kollege)

Passeio de Barco

In der Costa angekommen spazierten wir die Wege im Wald, die hier die einzigen "Straßen" sind, entlang, bis wir zu einer alten Faroffamühle (Faroffa=eine Art Mehl) kamen. Als nur noch 4 andere auftauchten, entschieden wir, die Nicht-Capoeira-Könner, ebenfalls mitzutrainieren. Es war echt lustig und bei dieser Hitze extrem schweißtreibend.
Trilha zur Mühle
Capoeira Music
Danach gingen wir zu einem kleinem Bach, wo wir uns abkühlten. Den Burschen war das Wasser des Baches jedoch zu kalt, weshalb wir noch zum Steg am See gingen und dort etwas badeten. Danach spazierten wir zum Haus von Renan (Freund von Klaus) wo für uns gekocht wurde. Gegen 18h fuhren wir dann mit dem Boot vollgegessen und müde nach Hause.

Sonntag, November 06, 2011

Kevin zu Besuch 3

Am Samstag dem 22.10.2011 fuhren  Rosio, Kevin und ich nach Barra da Lagoa da Stephan, mein deutscher Ex-Nachbar, eine Hauseinweihungsparty hatte. Als wir bereits etwas verspätet ankamen, bekamen wir sogleich einen Willkommens-Caipirinha und etwas später echtes deutsches Döner Kebap. Es war eine echt gelungene Party und ich denke die Szene des Sees und der Palmen sprechen für sich.
(Photos by Kevin)

Rosio und ich am Terminal auf den Bus wartend


Sonnenuntergang in Lagoa

Stephan's Garten


Als ich und Kevin am Sonntag dem 23.20.2011 aus dem Fenster schauten war das Wetter herrlich einladend für einen Trip zum Strand. Also packten wir unsere sieben Sachen und spazierten sogleich zur nächsten Bushaltestelle um den Bus in Richtung Norden der Insel zu nehmen. Unsere Auswahl fiel auf den Strand "Paria Brava" (übersetzt "der wütende Strand"). Die Busfahrt war sehr lange und führte über äußerst holprige Straßen doch der Strand war wunderschön. Nach ein paar Stunden Sonnenliegen und Fotos machen traten wir auf Grund des Fehlens jeglicher Geschäfter bzw. Restaurants und des herannahenden Hungers früher als Gedacht wieder die Heimreise an. Ein kleiner Spaziergang durch die verlassenscheinenden Hotel- und Apartmentsanlagen ließen uns das angeblich rege Treiben dort im Sommer nur erahnen. Nach ein paar Minuten kam der Bus und brachte uns, wie es zumindest schien, wieder zurück in die Zivilisation.








Am Montag dem 24.10.2011  beschlossen Kevin und ich zum Strand "Praia Mole" zu fahren um seine letzten Tage auf der Insel noch richtig zu nutzen. Da ich bis zu Mittag Uni hatte kamen wir erst am Nachmittag am Strand an. Dort war der Wind leider sehr stark weshalb wir nach 15 Minuten Spaziergang den nächsten Bus in Richtung Lagoa nahmen. In Lagoa bummelten wir in Geschäftern und nach ein paar Einkäufen fuhren wir wieder nach Hause.


Spaziergang in Lagoa



Montag, Oktober 31, 2011

Kevin zu Besuch 2

Jetzt habe ich echt etwas Nachholbedarf was Blogschreiben anbelangt. Da Kevin nur für 3 Wochen da war, war er natürlich viel motivierter als ich weshalb wir jeden Tag versuchten Unternehmungen anzustellen. Am Montag dem 17.10 waren wir am Praia dos Ingleses, ein Strand im Norden wo das Wasser herrlich warm ist. Trotz Sonnenschein war es gegen 16 Uhr bereits kühl, was uns aber nicht davon abhielt am Strand herumzuturnen und im Wasser zu baden. Als die Sonne am untergehen war, war es endgültig zu kalt und da unsre Mägen schon knurrten beschlossen wir uns in eine Pizzeria am Strand zu setzten um uns zum ersten Mal Brasilianische Pizza und zur Nachspeise süße Pizza zu gönnen. (süße Pizza= Pizza Boden mit Obst+Schoko/ Kokos/ Karamel drauf)

Kevin und Ashley am Handstandmachen, rechts oben: Ashley, links unten Jessie, rechts unten ich

Kevin am "Praia dos Ingleses"




"Sprungkrafttraining" am Strand

Gymnastik - Jessie am Rad drehen, Sabrina am Fotografieren


Pizza Essen mit Ausblick aufs Meer
Am Mittwoch dem 19.10. ließ der Himmel zu wünschen übrig, was einen Strandbesuch eher unmöglich machte. Stattdessen besuchten wir das Zentrum Floripas. Nach einem Ausflug im "Camelódromo" (=Überdachter Billigwarenhandel) spazierten wir zum "Praça XV do Novembro" wo wir für kurze Zeit den grünen Park genossen. Danach spazierten wir noch etwas herum, machten kleine Erledigungen und fuhren dann wieder mit dem Bus nach Hause.
Centro, Kevin und ich im Bus

Kevin vor dem bekannten Baum am Praça XV do Novembro

Praça XV do Novembro
Am 21.10. lockte der Sonnenschein zu einem Spaziergang. Nach kurzem Suchen im Internet beschlossen wir die "Trilha de Poção" zu machen. Nachdem Zeit und Ort festgelegt waren fragten wir Rosio und Gavin ob sie auch Lust hätten mit uns einen kleinen Spaziergang zu machen. Gegen 16 Uhr brachen wir dann auf in Richtung Corrego Grande und nach ca. 45 Minuten kamen wir am Beginn der "Trilha" an. Bereits beim ersten Mal überqueren des Flusses war klar, dass Rosio und Gavin nicht die geschicktesten Kletterer sind. Rosio schaffte es zwar mit Kevin's Hilfe trocken über den Fluss, Gavin war unglücklicher und fiel ins Wasser, weshalb er den restlichen Nachmittag mit nassen Schuhen herumlief.
(von links) Rosio und Kevin, Gavin mit nassen Schuhen, ich
Nach ca. 20 Minuten einfachem spazieren kamen wir am Wasserfall an. Es war echt beeindruckend. Der Wasserfall ist bestimmt 6 Meter hoch und am Ende des Wasserfalls ist ein Becken das an der tiefsten Stelle bestimmt 3 Meter tief ist. Somit ist es dort tief genug vom Nebengelegenen Felsen hineinzuspringen. Kevin war nicht davon abzuhalten am Felsen herumzuklettern um im Endeffekt eher ungewollt ins Wasser zu plumpsen. Da die Vegetation hier sehr dicht ist kam leider kaum Sonne zum Wasserfall hindurch, weshalb es bald recht kühl wurde. Nach einer Stunde traten wir dann den Heimweg an.
exotische Blume: Stricta Bicolor



(von links) Kevin, Rosio, ich, Gavin

Wasserfall

Dienstag, Oktober 25, 2011

Kevin zu Besuch

Sonntag, dem 16.10., war das Wetter relativ schlecht, weshalb wir beschlossen diesmal keinen Strand anzufahren sondern stattdessen einen ruhigen Sonntag zu genießen. Am Abend, gegen 19 Uhr trafen wir uns mit Jessie und ihrem Freund, der sie ebenfalls gerade besuchte, um nach Sambaqui zum Samba zu fahren. Ohne Mitfahrgelegenheit waren wir gezwungen uns auf den Bus zu verlassen. Da es hier wie bereits erwähnt keine Buszeiten an den jeweiligen Bushaltestellen, sondern nur eine Abfahrtszeit vom Terminal gibt, ist es immer ein ziemliches Glücksspiel ob man den richtigen Bus erwischt oder nicht. Wir haben leider den 1. Bus versäumt und sind so zu spät ins Zentrum gekommen um dort den Anschlussbus zu bekommen. Als wir im Zentrum ankamen, hatten wir 45 Minuten Zeit, weshalb wir beschlossen den Terminal zu verlassen um ein Getränk im Zentrum zu trinken. Als wir den Terminal verließen bemerkten wir, dass dies wohl nicht die beste Entscheidung war. Seltsame Gestalten liefen herum, und obwohl wir eine Gruppe von 4 Leuten waren, wollten wir alle so schnell wie möglich wieder in den Terminal zurück. Echt eine seltsame Gegend in der Nacht...
Nach einer anstrengenden Busfahrt kamen wir dann endlich in Sambaqui an. Die Musik war wie immer genial, der Caipirinha perfekt und die Burschen hatten viel Spaß mit den herumstreunernden Hunden. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Türsteher konnten wir uns sogar eine Mitfahrgelegenheit, gegen Bezahlung, nach Hause organisieren.
 
(von rechts:) Jessie, Ashley, Kevin und ich beim Samba
Kevin und Ashley spielen mit dem streunernden Hund















Dienstag, Oktober 18, 2011

Joaquina

Freitag, 14. Oktober, hatte ich in der Früh bis 10:00 Uni und danach traf ich Kevin und Rosio um zur "Feira" zu gehen. Nach der kurzen Shoppingtour spazierten wir nach Hause um uns dann gleich wieder in Richtung Strand zu begeben. Gemeinsam mit Rosio fuhren wir nach Praia Joaquina wo die Sonne herrlich zum Sonnenbad einlud. Die Wellen dort sind immer relativ hoch, was meiner Meinung nach perfekt, nach Rosio aber eher suboptimal ist. Bevor wir nach Hause aufbrachen genossen wir noch Kokosnussmilch und einen Caipirinha de Maracujá und machten eine kleine Shoppingtour in den Läden am Strand.
Ich und Kevin in Joaquina am Strand
Lagoa bei der Heimfahrt

Ich beim Kokosnussmilch trinken
Rosio beim Kokosnussmilch trinken

Kevin Chega

Am 12. Oktober bin ich nach unruhigem Schlaf bereits recht früh aufgestanden um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Gegen 11 Uhr spazierte ich von mir daheim weg, voller Vorfreude meinen Schatz endlich wieder in den Armen zu halten. Um 11:45 kam ich am Flughafen an und musste feststellen, dass Kevins Flug eine halbe Stunden Verspätung hatte. Nach insgesamt einer Stunde warten sah ich ihn mit seinem Gepäck aus der Zolltüre herauskommen. Eine Umarmung, einen Kuss und eine Zigarette später saßen wir auch schon im Bus zur Wohnung. Als wir zurückkamen packten wir seine Sachen in meinen Schrank, er ging sich duschen und ich kochte für uns. Den restlichen Tag ließen wir ruhig ausklingen.
Am Donnerstag, 13. Oktober, war das Wetter verregnet, was daher nicht unbedingt einladend für einen Ausflug war.In der Früh hatte ich Unterricht und am Nachmittag meinen Lactattest, zu dem ich schon drei Mal einen Termin ausgemacht hatte und es nie funktioniert hat. Der Test ist fürs Volleyballteam der Universität, und da ich soetwas noch nie gemacht hatte, war es äußerst interessant für mich. Man bekommt eine Sauerstoffmaske um den Kopf geschnallt und muss dann am Laufband zu sich steigernden Geschwindigkeiten jeweils 3 Minuten laufen. Angefangen hat der Test mit ca. 6 km/h und danach wurde 8 mal höher geschalten, bis ich bei meiner Endgeschwindigkeit 14km/h war und nach insgesamt 24 Minuten bei diesen Geschwindigkeiten war ich echt k.o. . Am Abend hatte ich noch Volleyballtraining und danach gingen wir mit dem Volleyballteam "Temaki", etwas ähnliches wie Sushi, essen.
Mädls vom Team mit Kevin und mir beim Temaki essen

Mittwoch, September 28, 2011

Goodbye Nadja

Montags habe ich für gewöhnlich auf der Uni einen Kurs um 10:10 - 11:50. Nach langem herumüberlegen haben wir beschlossen, dass ich und Nadja in der Früh auf der Uni meinen Kurs machen und dass wir nachher zum Strand fahren würden. Da wir aber in der Früh wie gewöhnlich irrsinnig getrödelt haben, schafften wir es nicht rechtzeitig loszugehen, weshalb ich beschloss den Kurs ausfallen zu lassen. Statt dessen wollten wir sofort aufbrechen und eine kleine Wanderung an der Westküste der Insel zu machen. Gegen 10:30 brachen wir Richtung Bushaltestelle auf. Bevor wir in den Bus stiegen mussten wir jedoch noch einen kurzen Abstecher in die Bank machen um Geld abzuheben bzw. zu wechseln. Wer meinen Blog etwas verfolgt hat kann sich vielleicht schon eine Vorstellung davon machen, was in Brasilien "kurz" bedeutet.. Sagen wir so viel: um 11:45 standen wir vor der Bushaltestelle, ohne Geld gewechselt zu haben. Da der nächste Bus erst um 12:25 nach Lagoa fuhr,beschlossen wir kurzer Hand in den Parque Ecológico in Corrego Grande zu gehen. Dort spazierten wir umher, betrachteten Vögel und Vegetation und gingen dann zurück zur Straße um auch pünktlich den Bus um 12:25 zu erreichen.
Parque Ecológico


Nadja und Ich

 Mit dem Bus fuhren wir bis Praia Mole, da wir dachten, dass die Wanderung, hier "Trilha" genannt, von dort aus weg geht. Nachdem wir Informationen bei einem Einwohner einholten erfuhren wir jedoch, dass diese Trilha weiter im Norden, in Fortaleza de Barra, weggeht und über einen Hügel nach Praia Galheta führt. Kurz überlegten wir, ob wir die Wanderung lassen sollten, entschieden uns aber dafür per Anhalter zu versuchen dort hin zu kommen. Schon fanden wir uns auf der Straße mit dem Daumen hoch wieder :-) Nach 5 Minuten hielt ein nettes Pärchen, welche zufälligerweise auch den selben Wanderweg machen wollten, und brachten uns so zu unserem gewünschten Ziel. Die ganze Wanderung dauerte nur 30-45 Minuten, weshalb wir nachher noch genügend Zeit hatten den Sandstrand zu genießen, zu spazieren, und Fotos zu machen.

Trilha
Praia Galheta 





Nach ein paar Stunden am Strand Galheta gingen wir dann zum Strand Mole um von dort aus den Bus zurück zu Carvoeira zu nehmen. Normalerweise habe ich Montags Abend um 18:30 Volleyball, weshalb ich mich ziemlich beeilen musste, um pünktlich auf die Uni zu kommen. Als ich dort ankam musste ich feststellen, dass die Universität Stromausfall hatte und somit das Training entfiel. Dies war eine eher weniger traurige Nachricht, da ich somit noch die Gelegenheit hatte Nadja und Lucas mit Rosio zum Flughafen zu begleiten. Um 9:00 setzten wir sie dann nach einem kurzen Kaffee am Flughafen ab und fuhren nach Hause um uns von dem lustigen, aber auch vollem und daher ermüdenden Wochenende zu erholen.