Freitag, November 18, 2011

Foz de Iguaçu 2 - Argentina

Am folgenden Tag, dem 28.10. 2011, schafften wir es recht früh aufzustehen um uns den Argentinischen Teil der Wasserfälle anzusehen. In der früh war mein Fuß leider ungewöhnlich angeschwollen, vermutlich aufgrund von Insekten, gegen die ich scheinbar allergisch bin. Nichts desto trotz suchten wir wie gewöhnlich als erstes den Busbahnhof auf, um von dort aus unseren Trip nach Puerto Iguazú in Argentinien zu starten. Bei der Überfahrt wurden wir kurz gestoppt, um einen Stempel im Pass zu bekommen. Danach gings weiter. Der erste Eindruck war: etwas dreckiger und unorganisierter als der brasilianische Teil, aber mehr Geschäfte bzw. Restaurants, weshalb uns dieser Teil doch sehr gefallen anfing. Nach einem langen Spaziergang zum Bankomaten setzten wir uns in den Bus zu den Cataratas. Mit einem Mini-Zug wurden wir innerhalb des Naturparks herumkutschiert, was leider zeitaufwendig war, da die Züge nicht sehr regelmäßig ankamen. Als erstes gingen wir zur Garganta do Diabolo (des Teufels Rachen). Dies ist "der Anfang" der Wasserfälle. Unvorstellbar dieses Gefühl. Man geht lange, geradeaus über eine Brücke über dem Fluss, und plötzlich bricht unter einem das Wasser weg und das Wasser spritzt von unten herauf. Echt cool. Als nächstes gingen wir zu den Booten, wo wir eine beruhigende Bootsfahrt vor uns hatten. Mittlerweile war mein Fuß ziemlich angeschwollen, weshalb ich froh war eine kurze Pause zu haben. Die Bootsfahrt war, abgesehen davon, dass der Touristenführer nur (!) Spanisch sprach, und wir daher die Hälfte nicht verstanden, sehr langweilig. Nach 30 min., welche wie eine halbe Ewigkeit schienen, kamen wir an einem Fleck an, wo uns ein Krokodil gezeigt wurde, wobei wir bis heute denken, dass dies wohl nur eine Atrappe war. Als nächstes machten wir noch einen Spaziergang um die überwältigende Aussicht über die Argentinischen Cataratas  zu genießen. Da mein Fuß nun schlussendlich wirklich zu schmerzen anfing und wir genug vom Spazieren hatten, machten wir uns in Richtung Puerta Iguazú auf. Dort speisten wir gemütlich zu Abend, machten noch ein paar kleine Einkäufe und nahmen dann den letzten Bus um 19:00 nach Foz de Iguaçu, wobei ich bei dieser Einreise nun offiziell das Land mit meinem Studentenvisum betrat. War ein gelungener Tag!


Eunica bechina, Diaethria clymena, Adelpha jordani

Bei der Bootsfahrt, der Spaß steht uns ins Gesicht geschrieben

die Cataratas

links: Garganta do Diabo


Blick auf die Argentinische Seite


oben links: Schidkröte, oben rechts: Víbora, unten links: Vogel, leider nicht gefunden, unten rechts: Nasenbär
Víbora, Drachenechse (erreicht 130 cm) Eine grosse Echse, mit halbaquatischen Lebensgewohnheiten. Die Körperfarbe ist ein Olivgrün mit kastanienbraunen Tönen dazwischen. Der lange abgeflachte Schwanz wird zum Schwimmen benutzt, mit lateralen Bewegungen. Das Tier klettert auf Äste über den gefluteten Gebieten, mit vielen Wasserpflanzen, und wenn es sich bedroht fühlt, springt es ins Wasser und taucht sofort ab.

Freitag, November 11, 2011

Foz de Iguaçu 1 - Brasil


Am Mittwoch dem 26. Oktober 2011 brachen Rosio, Kevin und ich gegen 17 Uhr zum Flughafen auf.
Kevin und ich beim Essen am Flughafen
Kevin beim gesätzwidrigen Rauchen in São Paulo
Mittels kleinem Umweg über São Paulo kamen wir um 2 Uhr früh in Foz de Iguaçu am Flughafen an. Ein Taxi brachte uns zu unserem spärlich eingerichteten Hostel in der Stadtmitte. Wir gingen sogleich schlafen, um am nächsten Tag so früh wie möglich in Richtung Cataratas (Wasserfälle) aufbrechen zu können.
Um 9:00 Uhr in der Früh gingen wir frühstücken und machten uns dann auf den Weg zum Busbahnhof. Dort trafen wir einen Reiseführer mit wessen Hilfe wir es schafften für Rosio ein Ladegerät für Handy sowie für Kamera zu besorgen, vergünstigte Karten für die Bootsfahrt bei den Wasserfällen zu kaufen und den Bus zu den Cataratas auf der brasilianischen Seite zu finden. Bei den Cataratas angekommen fuhren wir zum Standort, wo man uns abholte und nach einer kleinen Tour durch den Jungle beim Flussufer absetzte um die gebuchte Bootsfahrt anzutreten. Die Bootsfahrt war schlicht und einfach echt überwältigend. Wir konnten die Wasserfälle aus nächster Nähe betrachten und ebenfalls etwas darin baden. Abgesehen davon war es lustig den Fluss "Rio Iguaçu" nach oben und unten mit dem Motorboot zu bewältigen.
Nach der genialen Bootsfahrt fuhren wir mit dem Bus innerhalb des Nationalparks zum Restaurant, wo wir genüsslich mit Aussicht auf die Cataratas zu Mittag aßen. Mit vollem Magen machten wir einen kleinen Spaziergang mit Ausblick auf die argentinische Seite der Cataratas. Ebenfalls konnten wir die brasilianischen Wasserfälle bestaunen und mehr oder weniger betreten. Gegen 17 Uhr brachen wir in Richtung Ausgang auf. Als wir den Nationalpark verließen bemerkte Rosio dass sie ihre Geldbörse liegen gelassen hatte, was ihr wieder mal ähnlich schaute. Wider aller Erwartungen wurde ihre Geldbörse mit restlichen 20 von 50 Real beim Eingang abgegeben, weshalb wir glücklicherweise bereits nach kurzem Suchen nach Foz zurückkehren konnten. Dort kauften wir im Supermarkt noch Zutaten für Caipirinha bzw. Jause für den nächsten Tag um dann im Hostel den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.





Bootsfahrt, Mittagessen, Spaziergang

links: Rosio, rechts: Kevin und ich

links: Rosio und ich, rechts: Kevin

"in den Cataratas"

Tucan beim stehlen anderer Vögel
Nasenbär

Feuerfalter

Sonntag, November 06, 2011

Kevin zu Besuch 3

Am Samstag dem 22.10.2011 fuhren  Rosio, Kevin und ich nach Barra da Lagoa da Stephan, mein deutscher Ex-Nachbar, eine Hauseinweihungsparty hatte. Als wir bereits etwas verspätet ankamen, bekamen wir sogleich einen Willkommens-Caipirinha und etwas später echtes deutsches Döner Kebap. Es war eine echt gelungene Party und ich denke die Szene des Sees und der Palmen sprechen für sich.
(Photos by Kevin)

Rosio und ich am Terminal auf den Bus wartend


Sonnenuntergang in Lagoa

Stephan's Garten


Als ich und Kevin am Sonntag dem 23.20.2011 aus dem Fenster schauten war das Wetter herrlich einladend für einen Trip zum Strand. Also packten wir unsere sieben Sachen und spazierten sogleich zur nächsten Bushaltestelle um den Bus in Richtung Norden der Insel zu nehmen. Unsere Auswahl fiel auf den Strand "Paria Brava" (übersetzt "der wütende Strand"). Die Busfahrt war sehr lange und führte über äußerst holprige Straßen doch der Strand war wunderschön. Nach ein paar Stunden Sonnenliegen und Fotos machen traten wir auf Grund des Fehlens jeglicher Geschäfter bzw. Restaurants und des herannahenden Hungers früher als Gedacht wieder die Heimreise an. Ein kleiner Spaziergang durch die verlassenscheinenden Hotel- und Apartmentsanlagen ließen uns das angeblich rege Treiben dort im Sommer nur erahnen. Nach ein paar Minuten kam der Bus und brachte uns, wie es zumindest schien, wieder zurück in die Zivilisation.








Am Montag dem 24.10.2011  beschlossen Kevin und ich zum Strand "Praia Mole" zu fahren um seine letzten Tage auf der Insel noch richtig zu nutzen. Da ich bis zu Mittag Uni hatte kamen wir erst am Nachmittag am Strand an. Dort war der Wind leider sehr stark weshalb wir nach 15 Minuten Spaziergang den nächsten Bus in Richtung Lagoa nahmen. In Lagoa bummelten wir in Geschäftern und nach ein paar Einkäufen fuhren wir wieder nach Hause.


Spaziergang in Lagoa



Montag, Oktober 31, 2011

Kevin zu Besuch 2

Jetzt habe ich echt etwas Nachholbedarf was Blogschreiben anbelangt. Da Kevin nur für 3 Wochen da war, war er natürlich viel motivierter als ich weshalb wir jeden Tag versuchten Unternehmungen anzustellen. Am Montag dem 17.10 waren wir am Praia dos Ingleses, ein Strand im Norden wo das Wasser herrlich warm ist. Trotz Sonnenschein war es gegen 16 Uhr bereits kühl, was uns aber nicht davon abhielt am Strand herumzuturnen und im Wasser zu baden. Als die Sonne am untergehen war, war es endgültig zu kalt und da unsre Mägen schon knurrten beschlossen wir uns in eine Pizzeria am Strand zu setzten um uns zum ersten Mal Brasilianische Pizza und zur Nachspeise süße Pizza zu gönnen. (süße Pizza= Pizza Boden mit Obst+Schoko/ Kokos/ Karamel drauf)

Kevin und Ashley am Handstandmachen, rechts oben: Ashley, links unten Jessie, rechts unten ich

Kevin am "Praia dos Ingleses"




"Sprungkrafttraining" am Strand

Gymnastik - Jessie am Rad drehen, Sabrina am Fotografieren


Pizza Essen mit Ausblick aufs Meer
Am Mittwoch dem 19.10. ließ der Himmel zu wünschen übrig, was einen Strandbesuch eher unmöglich machte. Stattdessen besuchten wir das Zentrum Floripas. Nach einem Ausflug im "Camelódromo" (=Überdachter Billigwarenhandel) spazierten wir zum "Praça XV do Novembro" wo wir für kurze Zeit den grünen Park genossen. Danach spazierten wir noch etwas herum, machten kleine Erledigungen und fuhren dann wieder mit dem Bus nach Hause.
Centro, Kevin und ich im Bus

Kevin vor dem bekannten Baum am Praça XV do Novembro

Praça XV do Novembro
Am 21.10. lockte der Sonnenschein zu einem Spaziergang. Nach kurzem Suchen im Internet beschlossen wir die "Trilha de Poção" zu machen. Nachdem Zeit und Ort festgelegt waren fragten wir Rosio und Gavin ob sie auch Lust hätten mit uns einen kleinen Spaziergang zu machen. Gegen 16 Uhr brachen wir dann auf in Richtung Corrego Grande und nach ca. 45 Minuten kamen wir am Beginn der "Trilha" an. Bereits beim ersten Mal überqueren des Flusses war klar, dass Rosio und Gavin nicht die geschicktesten Kletterer sind. Rosio schaffte es zwar mit Kevin's Hilfe trocken über den Fluss, Gavin war unglücklicher und fiel ins Wasser, weshalb er den restlichen Nachmittag mit nassen Schuhen herumlief.
(von links) Rosio und Kevin, Gavin mit nassen Schuhen, ich
Nach ca. 20 Minuten einfachem spazieren kamen wir am Wasserfall an. Es war echt beeindruckend. Der Wasserfall ist bestimmt 6 Meter hoch und am Ende des Wasserfalls ist ein Becken das an der tiefsten Stelle bestimmt 3 Meter tief ist. Somit ist es dort tief genug vom Nebengelegenen Felsen hineinzuspringen. Kevin war nicht davon abzuhalten am Felsen herumzuklettern um im Endeffekt eher ungewollt ins Wasser zu plumpsen. Da die Vegetation hier sehr dicht ist kam leider kaum Sonne zum Wasserfall hindurch, weshalb es bald recht kühl wurde. Nach einer Stunde traten wir dann den Heimweg an.
exotische Blume: Stricta Bicolor



(von links) Kevin, Rosio, ich, Gavin

Wasserfall

Dienstag, Oktober 25, 2011

Kevin zu Besuch

Sonntag, dem 16.10., war das Wetter relativ schlecht, weshalb wir beschlossen diesmal keinen Strand anzufahren sondern stattdessen einen ruhigen Sonntag zu genießen. Am Abend, gegen 19 Uhr trafen wir uns mit Jessie und ihrem Freund, der sie ebenfalls gerade besuchte, um nach Sambaqui zum Samba zu fahren. Ohne Mitfahrgelegenheit waren wir gezwungen uns auf den Bus zu verlassen. Da es hier wie bereits erwähnt keine Buszeiten an den jeweiligen Bushaltestellen, sondern nur eine Abfahrtszeit vom Terminal gibt, ist es immer ein ziemliches Glücksspiel ob man den richtigen Bus erwischt oder nicht. Wir haben leider den 1. Bus versäumt und sind so zu spät ins Zentrum gekommen um dort den Anschlussbus zu bekommen. Als wir im Zentrum ankamen, hatten wir 45 Minuten Zeit, weshalb wir beschlossen den Terminal zu verlassen um ein Getränk im Zentrum zu trinken. Als wir den Terminal verließen bemerkten wir, dass dies wohl nicht die beste Entscheidung war. Seltsame Gestalten liefen herum, und obwohl wir eine Gruppe von 4 Leuten waren, wollten wir alle so schnell wie möglich wieder in den Terminal zurück. Echt eine seltsame Gegend in der Nacht...
Nach einer anstrengenden Busfahrt kamen wir dann endlich in Sambaqui an. Die Musik war wie immer genial, der Caipirinha perfekt und die Burschen hatten viel Spaß mit den herumstreunernden Hunden. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Türsteher konnten wir uns sogar eine Mitfahrgelegenheit, gegen Bezahlung, nach Hause organisieren.
 
(von rechts:) Jessie, Ashley, Kevin und ich beim Samba
Kevin und Ashley spielen mit dem streunernden Hund